Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 17. Oktober 2026
1. Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen Avantahost (nachfolgend "Anbieter") und den Kunden über die Bereitstellung von Hosting- und Serverleistungen.
Ergänzend gelten als Bestandteil des Vertrags die Acceptable Use Policy (AUP), das Service Level Agreement (SLA) sowie der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Der AVV wird mit Vertragsschluss für jeden Kunden wirksam, der auf den Diensten personenbezogene Daten verarbeitet; ein gesonderter Abschluss ist dafür nicht erforderlich.
Bei Widersprüchen gehen zwingende gesetzliche Vorschriften vor, danach der AVV für den Bereich der Auftragsverarbeitung, danach das SLA für Verfügbarkeit und Support, danach diese AGB.
2. Vertragsschluss
Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar. Mit dem Absenden der Bestellung gibt der Kunde ein Angebot ab; der Eingang wird per E-Mail bestätigt. Der Vertrag kommt mit der Zahlung zustande. Der Kunde erhält danach eine Vertragsbestätigung mit allen Vertragsangaben, diesen AGB und der Widerrufsbelehrung per E-Mail.
2a. Bestellvorgang, Vertragstext und Sprache
Der Bestellvorgang besteht aus der Auswahl des Produkts, der Eingabe der Kundendaten und einer Zusammenfassung, auf der alle Angaben vor dem Absenden angezeigt werden. Eingabefehler kann der Kunde in jedem Schritt und auf der Zusammenfassung über die Felder bzw. über „Zurück“ korrigieren, bevor er die Bestellung verbindlich abschickt.
Den Vertragstext (Bestelldaten, diese AGB und die Widerrufsbelehrung) erhält der Kunde per E-Mail. Bestellungen und Rechnungen bleiben außerdem im Kundendashboard abrufbar. Die AGB selbst können jederzeit unter /agb eingesehen und gespeichert werden.
Vertragssprache ist Deutsch.
3. Leistungen
Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweils gebuchten Produktbeschreibung (z. B. Ressourcen, Laufzeit, Traffic, Verwaltungspanel).
Der Anbieter ist berechtigt, Leistungen durch technisch gleichwertige Systeme zu erbringen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist.
4. Preise und Zahlung
Es gelten die im Bestellprozess ausgewiesenen Preise. Es handelt sich um Endpreise; gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer berechnet und daher auch nicht ausgewiesen. Zahlungen sind entsprechend der gewählten Zahlungsmethode fällig.
Bei monatlicher Abrechnung verlängert sich die Leistung jeweils um den gebuchten Zeitraum, sofern keine fristgerechte Kündigung erfolgt.
Für jede Zahlung erhält der Kunde eine Rechnung per E-Mail (als PDF) und im Kundendashboard. Korrekturen erfolgen ausschließlich durch eine Stornorechnung, die auf die ursprüngliche Rechnung Bezug nimmt.
4a. Guthaben
Der Kunde kann ein Guthaben aufladen und damit Leistungen bezahlen. Das Guthaben wird nicht verzinst. Ein Kontoauszug mit allen Buchungen steht im Kundendashboard zur Verfügung.
Selbst aufgeladenes, nicht verbrauchtes Guthaben zahlt der Anbieter auf Verlangen jederzeit auf das Zahlungsmittel aus, mit dem es aufgeladen wurde, insbesondere bei Vertragsende oder Löschung des Kundenkontos. Gutschriften, die der Anbieter freiwillig oder als Provision gewährt (z. B. Partnerprogramm, SLA-Gutschriften, Kulanz), werden nicht ausgezahlt, sondern nur mit Leistungen verrechnet.
Geschenkgutscheine werden aus dem Guthaben gekauft und sind bis zum Ende des dritten Jahres nach dem Kauf einlösbar. Bis zur Einlösung kann der Käufer einen Gutschein zurücknehmen; der Betrag wird dann seinem Guthaben gutgeschrieben. Eingelöstes Gutschein-Guthaben wird nicht ausgezahlt. Wird das Kundenkonto des Käufers gelöscht, bevor ein Gutschein eingelöst wurde, kann der Käufer den Gutschein vorher zurücknehmen oder weitergeben. Ein bereits weitergegebener Code bleibt bis zum Ablauf der Gültigkeit einlösbar; eine Erstattung des Gutscheinbetrags findet nach der Löschung nicht mehr statt.
Bucht der Kunde eine Zahlung über seine Bank oder seinen Zahlungsdienstleister zurück, obwohl die Leistung erbracht wurde, kann der Anbieter die betroffene Leistung bis zur Klärung sperren und den zurückgebuchten Betrag vom Guthaben abziehen. Gebühren, die dem Anbieter durch eine unberechtigte Rückbuchung entstehen, kann er dem Kunden in Rechnung stellen.
4b. Preisänderungen
Der Preis eines laufenden Abrechnungszeitraums ändert sich nicht. Will der Anbieter den Preis für einen folgenden Abrechnungszeitraum ändern, teilt er das dem Kunden mindestens 30 Tage vor Ablauf des laufenden Zeitraums in Textform mit. Der neue Preis gilt nur, wenn der Kunde den Vertrag danach fortsetzt, indem er den nächsten Zeitraum bezahlt oder die Verlängerung nicht kündigt. Der Kunde kann bis zum Ablauf des laufenden Zeitraums kündigen (siehe Ziffer 8).
Preisänderungen aufgrund einer Änderung der gesetzlichen Umsatzsteuer werden zum Zeitpunkt der Gesetzesänderung weitergegeben.
5. Pflichten des Kunden
Der Kunde ist für die Inhalte und Anwendungen auf seinem Server selbst verantwortlich und verpflichtet sich, keine rechtswidrigen Inhalte oder Handlungen vorzunehmen.
Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Für die Absicherung des Kundenkontos steht im Dashboard eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zur Verfügung; wir empfehlen deren Nutzung.
5a. Sperrung bei Verstößen
Verstößt der Kunde gegen diese AGB oder die Acceptable Use Policy, kann der Anbieter die betroffene Leistung vorübergehend sperren. Die Sperrung ist auf das erforderliche Maß beschränkt: Der Anbieter sperrt nur den betroffenen Dienst und nur solange, wie der Verstoß oder der begründete Verdacht besteht.
Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über Grund und Umfang der Sperrung und gibt ihm Gelegenheit zur Stellungnahme und Abhilfe. Ohne vorherige Mitteilung darf der Anbieter nur sperren, wenn Gefahr im Verzug ist, zum Beispiel bei einem laufenden Angriff, bei Schäden für andere Kunden oder wenn eine Behörde dies anordnet. Die Mitteilung erfolgt dann unverzüglich nachträglich.
Bei schwerwiegenden oder trotz Abmahnung wiederholten Verstößen kann der Anbieter den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos kündigen. Über Maßnahmen gegen gemeldete Inhalte informiert das Meldeverfahren; dort sind auch die Rechtsbehelfe beschrieben.
6. Verfügbarkeit und Wartung
Der Anbieter sagt für kostenpflichtige Server- und Hosting-Dienste eine monatliche Verfügbarkeit von 99,9 % zu. Die Einzelheiten zu Messverfahren, Wartungsfenstern, Supportzeiten, Ausnahmen und Gutschriften regelt das Service Level Agreement.
Geplante Wartungen werden nach Maßgabe des SLA angekündigt. Dringende Wartungen zur Abwehr akuter Sicherheitsrisiken können ohne Vorankündigung erfolgen.
7. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden.
7a. Datensicherung und Datenverlust
Der Kunde ist für die Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich und soll sie in angemessenen Abständen und außerhalb des Servers sichern. Vom Anbieter angebotene Backups und Schnappschüsse sind eine Hilfe und ersetzen keine eigene Sicherung, sofern nichts anderes ausdrücklich vereinbart ist.
Geht ein Datenverlust auf einen Fehler zurück, für den der Anbieter nach Ziffer 7 haftet, ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit auf den Aufwand begrenzt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Sicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung der Daten angefallen wäre.
7b. Weitere Haftungsregeln
Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie aus einer ausdrücklich übernommenen Garantie bleibt unberührt. Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle und Störungen außerhalb seines Einflussbereichs, insbesondere bei Störungen des öffentlichen Internets, bei höherer Gewalt und bei Angriffen Dritter, soweit er die nach dem Stand der Technik zumutbaren Schutzmaßnahmen getroffen hat.
Soweit die Haftung des Anbieters ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt das auch für seine gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.
8. Laufzeit und Kündigung
Verträge laufen für den gebuchten Abrechnungszeitraum und verlängern sich jeweils um denselben Zeitraum, sofern sie nicht vor Ablauf gekündigt werden.
Die Kündigung ist jederzeit über die Schaltfläche „Verträge hier kündigen“ (auch ohne Anmeldung), über das Kundendashboard oder in Textform (z. B. per E-Mail) möglich und wird zum Ende des bereits bezahlten Abrechnungszeitraums wirksam. Der Eingang wird mit Datum und Uhrzeit per E-Mail bestätigt. Bis zum Vertragsende bleibt die Leistung unverändert nutzbar. Eine Kündigung kann bis zum Wirksamwerden im Dashboard zurückgenommen werden.
Nach Ablauf des Abrechnungszeitraums oder bei ausbleibender Zahlung wird die Leistung gesperrt. Sie bleibt anschließend drei Tage lang im Dashboard sichtbar und kann in dieser Frist wiederhergestellt werden. Nach Ablauf dieser Frist werden der Server und die darauf gespeicherten Daten unwiderruflich gelöscht. Für die Sicherung eigener Daten ist der Kunde selbst verantwortlich.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt.
9. Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten befinden sich in der Datenschutzerklärung.
Verarbeitet der Kunde auf den Diensten personenbezogene Daten, ist er dafür datenschutzrechtlich Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter. Es gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.
9a. Meldung rechtswidriger Inhalte
Meldungen zu rechtswidrigen Inhalten und Missbrauch sowie behördliche Anordnungen nimmt der Anbieter über das im Meldeverfahren nach dem Digital Services Act beschriebene Verfahren entgegen. Dort sind auch die Kontaktstellen und die Rechtsbehelfe gegen Maßnahmen beschrieben.
9b. Änderung dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB für künftige Verträge jederzeit ändern. Für bestehende Verträge gelten Änderungen nur, wenn der Kunde ihnen zustimmt. Der Anbieter teilt Änderungen mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Inkrafttreten in Textform mit und weist auf die Änderungen hin. Stimmt der Kunde nicht zu, gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen weiter. Der Anbieter kann den Vertrag dann zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums ordentlich kündigen, wenn er die Leistung zu den bisherigen Bedingungen nicht mehr erbringen kann.
Änderungen, die ausschließlich den Kunden begünstigen, Anpassungen an zwingendes Recht und neue Leistungen, die den Bestand des Vertrags unberührt lassen, gelten ohne Zustimmung.
10. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, soweit dem keine zwingenden verbraucherschutzrechtlichen Vorschriften entgegenstehen.
Für Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters, Saarbrücken. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Näheres steht im Impressum.
Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Für Verbraucher gilt zusätzlich die Widerrufsbelehrung.